Veggie-Schnitzel, Sojabratlinge oder Tofuwurst: Nach jahrelangem Anstieg geht die Produktion von Fleischersatz in Deutschland leicht zurück. Gleichzeitig essen die Menschen wieder etwas mehr Fleisch.
Ich vermisse die paar Monate wo es in fast jedem Supermarkt Fertigpizzen mit Vühnchen oder anderen Zeug als Belag gab. Das hat nicht gut geschmeckt. Aber eben nicht schlechter als die üblichen Schlachtabfälle. So leicht anders Scheiße eben. Gerade bei so Dreck find ich es ne 100% geschmacklich legitime Alternative. Kein Tier sollte für so einen Müll sterben.
Den Fastfoodmüll gibts zum Glück in anderer Form ja weiterhin und liebe es. Kann man sich hin und wieder schon mal ins Mundloch stopfen. Das die Nuggies nicht 100% dem geschredderten und wieder zusammengefügten Orginal im Geschmacksprofil gleichen sehe ich da eher als Vorteil an. Aber diesen weitverbreiteten veganen pReMiUm Convenienceprodukten kann ich wirklich nichts abgewinnen. Also die Dinger mit toll designter Verpackung mit 143g Inhalt für 6,40€ weil da fünf Sonnenblumenkerne in der Panade sind oder so. Geh mir weg.
Was ich seit Jahren vermisse ist, dass man vegane Pampe als Grundzutat kaufen kann um es selber würzen/marinieren/panieren/zubereiten. Jou, Tofu natur/geräuchert, irgendwelche getrockneten Schnetzel und nicht ganz so fies vorgewürztes Vack kriegt man immerhin fast überall. Aber so einen Eimer Saitan hab ich noch orginal nie gesehen. Oder einfach ein 1 Kilo Block Vähnchen auf Erbsenproteinbasis oder wie auch immer. Es wäre so geil.
Das die Nuggies nicht 100% dem geschredderten und wieder zusammengefügten Orginal im Geschmacksprofil gleichen sehe ich da eher als Vorteil an.
Den Punkt verfechte ich auch gerne: Es muss nicht gleich schmecken, solange es gut schmeckt (oder zumindest so gut wie es für Preis und Produktgruppe zu erwarten ist).
Als ich das erste Mal Burger King Veggie Nuggets probiert hab war ich mit Studienkollegen unterwegs. Da waren einige davon Vegetarys oder einfach Menschen, denen Kadaverschrot zuwider war und die set Ewigkeiten keine Fleisch-Nuggets mehr gegessen hatten, dann aber schwärmten, die Veggie Nuggets schmeckten doch original wie echte, ob man ihnen das falsche gegeben habe.
Ich war damals recht skrupelloser Aasfresser, hab das probiert und auseinanderhalten können. Da war ein Beigeschmack, und die Faser-Struktur hat halt nicht ganz dem feinen Leichenhack entsprochen. Hab aber seitdem nie wieder die Fleischvariante gegessen. Die Veggie Nuggets sind anders, aber nicht schlechter. Klar, Michelin Qualität erwarte ich bei Würger King nicht, aber zwischen den Cheese und den Veggie Nuggets vermiss ich Shredderhühner echt nicht.
Ich wünschte, mehr Leute würden sich drauf einlassen, was anderes gutes zu finden was nicht eins zu eins das bisherige ersetzt. Dann könnten auch die Hersteller vom Versuch abrücken, auf Gedeih und Verderb ein Imitat zu schaffen was dann doch irgendwie enttäuscht.
So leicht anders Scheiße eben. Gerade bei so Dreck find ich es ne 100% geschmacklich legitime Alternative. Kein Tier sollte für so einen Müll sterben.
Und genau deshalb versteh ich Veganer nicht. Es gibt doch soviel leckeres Essen. Warum stattdessen Dreck schlecht kopieren? Aber wenn ich dann wieder jemanden frage, wieso er an Rezepten für “dann schmeckt das Tofu fast genauso wie Billigfleisch” bastelt, statt was leckeres zu kochen, bin ich wieder der böse Fleischfresser. Ja, auch wenn mein derzeitiges Essen gerade tatsächlich lecker und vegan ist, letzteres aber in dem Fall eben wegen des Geschmacks.
Es ist ein Versuch, Leuten den Umstieg zu erleichtern. Wenn ein Fleisch-Fan gerne das Fleischprodukt X mag ist der Gedanke “X gibt es auch in vegan” ein größerer Lockfaktor als “Es gibt alle möglichen anderen Produkte”.
Ja nu, vegan heißt ja erstmal einfach nur, dass man kein Bock auf Essen tierischen Urpsrungs hat aus welcher Motivation raus auch immer. Es heißt nicht automatisch, dass man sich gesünder ernähren, auf Junkfood verzichten oder ein besserer Koch sein will.
Ich stimme durchaus zu, dass der Imitierungswahn manchmal absurde Züge animmt und die vollmundigen Versprechungen sind oft als Fleischfresser überhaupt nicht haltbar. Aber wenn man als ehemaliger Leichengenießer cravings bekommt kann man denen mit so Rezepten eben doch nachgehen. Wo ist das Problem? Neulich hab ich Mockduck gemacht. Es war halt Saitan, dass bisschen in ein Sieb gedrückt wurde für die Textur. Dann irgendwie Marinade mit den üblichen veganen herzhaften/Umami Gewürzen dran und knusprig gebraten. Es war richtig geil und war nah genug an Ente dran. So im direkten Vergleich wäre es natürlich komplett durchgefallen. Aber solang es einen Veganer glücklich macht ist doch alles gut? Der übliche Mumpitz im Socialmediafeed mit “NICHT ZU UNTERSCHEIDEN VONG ECHTE FLEISCH HER” nervt natürlich und setzt völlig falsche Erwartungen. Aber so wie Junkfood eben anders Scheiße schmeckt kann selbstgemachtes Imitat auch einfach anders geil sein. Meine über die Jahre optimierten Linsenpatties find ich richtig gut. Der Anspruch, dass es möglichst nach Fleisch schmecken muss ist aber auch verflogen. Ich würz es halt wie ich Bock habe und das die Textur von Linsen anders als Hack ist, ist irgendwie auch klar. Stört aber irgendwie auch nichtmehr.
“Ich versteh Veganer nicht”, weil die Industrie einem versucht die selbe Kacke in grün zu verkaufen, ist aber auch mit Abkürzung gedacht.
Man ist ja als Veganer jetzt auch nicht gezwungen den Convenience-Fraß zu kaufen, oder sich ausschließlich von Produkten zu ernähren, die als explizit vegan vermarktet werden.
Du ernährst dich ja (hoffentlich), obwohl du dich selbst als Fleischfresser outest auch nicht ausschließlich aus der Fleischtheke.
Umgekehrt ist es aber schon angenehm, wenn man auch mal bequem sündigen und sich Junk-Fraß ausm Tiefkühler einverleiben kann. Das ganze gesund und hip kochen aus Grundzutaten ist halt schon auch anstrengend.
Ich vermisse die paar Monate wo es in fast jedem Supermarkt Fertigpizzen mit Vühnchen oder anderen Zeug als Belag gab. Das hat nicht gut geschmeckt. Aber eben nicht schlechter als die üblichen Schlachtabfälle. So leicht anders Scheiße eben. Gerade bei so Dreck find ich es ne 100% geschmacklich legitime Alternative. Kein Tier sollte für so einen Müll sterben.
Den Fastfoodmüll gibts zum Glück in anderer Form ja weiterhin und liebe es. Kann man sich hin und wieder schon mal ins Mundloch stopfen. Das die Nuggies nicht 100% dem geschredderten und wieder zusammengefügten Orginal im Geschmacksprofil gleichen sehe ich da eher als Vorteil an. Aber diesen weitverbreiteten veganen pReMiUm Convenienceprodukten kann ich wirklich nichts abgewinnen. Also die Dinger mit toll designter Verpackung mit 143g Inhalt für 6,40€ weil da fünf Sonnenblumenkerne in der Panade sind oder so. Geh mir weg.
Was ich seit Jahren vermisse ist, dass man vegane Pampe als Grundzutat kaufen kann um es selber würzen/marinieren/panieren/zubereiten. Jou, Tofu natur/geräuchert, irgendwelche getrockneten Schnetzel und nicht ganz so fies vorgewürztes Vack kriegt man immerhin fast überall. Aber so einen Eimer Saitan hab ich noch orginal nie gesehen. Oder einfach ein 1 Kilo Block Vähnchen auf Erbsenproteinbasis oder wie auch immer. Es wäre so geil.
Den Punkt verfechte ich auch gerne: Es muss nicht gleich schmecken, solange es gut schmeckt (oder zumindest so gut wie es für Preis und Produktgruppe zu erwarten ist).
Als ich das erste Mal Burger King Veggie Nuggets probiert hab war ich mit Studienkollegen unterwegs. Da waren einige davon Vegetarys oder einfach Menschen, denen Kadaverschrot zuwider war und die set Ewigkeiten keine Fleisch-Nuggets mehr gegessen hatten, dann aber schwärmten, die Veggie Nuggets schmeckten doch original wie echte, ob man ihnen das falsche gegeben habe.
Ich war damals recht skrupelloser Aasfresser, hab das probiert und auseinanderhalten können. Da war ein Beigeschmack, und die Faser-Struktur hat halt nicht ganz dem feinen Leichenhack entsprochen. Hab aber seitdem nie wieder die Fleischvariante gegessen. Die Veggie Nuggets sind anders, aber nicht schlechter. Klar, Michelin Qualität erwarte ich bei Würger King nicht, aber zwischen den Cheese und den Veggie Nuggets vermiss ich Shredderhühner echt nicht.
Ich wünschte, mehr Leute würden sich drauf einlassen, was anderes gutes zu finden was nicht eins zu eins das bisherige ersetzt. Dann könnten auch die Hersteller vom Versuch abrücken, auf Gedeih und Verderb ein Imitat zu schaffen was dann doch irgendwie enttäuscht.
Schitteböhn
Und genau deshalb versteh ich Veganer nicht. Es gibt doch soviel leckeres Essen. Warum stattdessen Dreck schlecht kopieren? Aber wenn ich dann wieder jemanden frage, wieso er an Rezepten für “dann schmeckt das Tofu fast genauso wie Billigfleisch” bastelt, statt was leckeres zu kochen, bin ich wieder der böse Fleischfresser. Ja, auch wenn mein derzeitiges Essen gerade tatsächlich lecker und vegan ist, letzteres aber in dem Fall eben wegen des Geschmacks.
Es ist ein Versuch, Leuten den Umstieg zu erleichtern. Wenn ein Fleisch-Fan gerne das Fleischprodukt X mag ist der Gedanke “X gibt es auch in vegan” ein größerer Lockfaktor als “Es gibt alle möglichen anderen Produkte”.
Verzicht ist schwerer als Umstieg.
Ja nu, vegan heißt ja erstmal einfach nur, dass man kein Bock auf Essen tierischen Urpsrungs hat aus welcher Motivation raus auch immer. Es heißt nicht automatisch, dass man sich gesünder ernähren, auf Junkfood verzichten oder ein besserer Koch sein will.
Ich stimme durchaus zu, dass der Imitierungswahn manchmal absurde Züge animmt und die vollmundigen Versprechungen sind oft als Fleischfresser überhaupt nicht haltbar. Aber wenn man als ehemaliger Leichengenießer cravings bekommt kann man denen mit so Rezepten eben doch nachgehen. Wo ist das Problem? Neulich hab ich Mockduck gemacht. Es war halt Saitan, dass bisschen in ein Sieb gedrückt wurde für die Textur. Dann irgendwie Marinade mit den üblichen veganen herzhaften/Umami Gewürzen dran und knusprig gebraten. Es war richtig geil und war nah genug an Ente dran. So im direkten Vergleich wäre es natürlich komplett durchgefallen. Aber solang es einen Veganer glücklich macht ist doch alles gut? Der übliche Mumpitz im Socialmediafeed mit “NICHT ZU UNTERSCHEIDEN VONG ECHTE FLEISCH HER” nervt natürlich und setzt völlig falsche Erwartungen. Aber so wie Junkfood eben anders Scheiße schmeckt kann selbstgemachtes Imitat auch einfach anders geil sein. Meine über die Jahre optimierten Linsenpatties find ich richtig gut. Der Anspruch, dass es möglichst nach Fleisch schmecken muss ist aber auch verflogen. Ich würz es halt wie ich Bock habe und das die Textur von Linsen anders als Hack ist, ist irgendwie auch klar. Stört aber irgendwie auch nichtmehr.
“Ich versteh Veganer nicht”, weil die Industrie einem versucht die selbe Kacke in grün zu verkaufen, ist aber auch mit Abkürzung gedacht.
Man ist ja als Veganer jetzt auch nicht gezwungen den Convenience-Fraß zu kaufen, oder sich ausschließlich von Produkten zu ernähren, die als explizit vegan vermarktet werden.
Du ernährst dich ja (hoffentlich), obwohl du dich selbst als Fleischfresser outest auch nicht ausschließlich aus der Fleischtheke.
Umgekehrt ist es aber schon angenehm, wenn man auch mal bequem sündigen und sich Junk-Fraß ausm Tiefkühler einverleiben kann. Das ganze gesund und hip kochen aus Grundzutaten ist halt schon auch anstrengend.