Um junge Menschen mobiler zu machen, wollen Verkehrsminister:innen ausgerechnet den Führerschein subventionieren. Das Deutschlandticket kommt zu kurz.
Ich habe mich mit dem Thema durchaus befasst. Aber ich bevorzuge Realismus über Träumereien. Natürlich wäre es toll, kein Auto mehr brauchen zu müssen, aber mit “ein paar Jahrzehnten” wirst du wohl kaum hinkommen. Selbst wenn die Gesellschaft so ziemlich alles stehen lässt, um nur noch Verkehrswende zu machen.
Reaktionärer Blödsinn. Aber wirst du schon in 10-20 Jahren sehen wenn sich eh keiner mehr ein Auto leisten kann. Dann wären wir froh wenn wir Infrastruktur gebaut hätten. Aber das wird bei dir nicht anders sein als bei den Klimaleugnern… das will dann keiner mehr gewesen sein.
Natürlich wäre es sinnvoll gewesen, vor Jahrzehnten angefangen zu haben. Haben wir aber nicht, und jetzt müssen wir sehen, wie wir die Kuh vom Eis bekommen.
Probleme realistisch anzugehen ist nicht reaktionär. Du jammerst aber nur darüber, dass das, was du dir erhoffst, noch nicht da ist. Wieviel hast du denn zur Realisierung deiner Träume beigetragen? Und rumjammern zählt nicht als Beitrag.
Lies dir unseren Austausch nochmal durch und mach dir Gedanken darüber, wer von uns beiden jammert und wer realistische Lösungen für echte Probleme gegeben hat, insbesondere in Hinblick auf das Thema des Threads und deinen ersten Kommentar bezüglich Deutschlandticket. Es ist dein Problem über das wir hier reden, und mein Vorschlag der funktionieren würde es zu lösen. Mehr Auto auf die Landbevölkerung zu werfen dagegen nicht, das schadet dann allen, aber dir besonders. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. 🤷
Fakt 1: Das DE Ticket ist eben nur eine Subvention für Stadtpflanzen, da es ausserhalb der Städte nichts nützt. Es gibt hier quasi keinen ÖPNV.
Fakt 2: Niemand wird das Geld in die Hand nehmen, um den ÖPNV auf dem Land auf sinnvolles Niveau auszubauen.
Daraus folgt, dass außerhalb der Städte Individualverkehr notwendig ist. Wenn du das nicht glaubst, zieh mal eine Woche aufs Land und versuche es mal.
Und solange man für diesen Individualverkehr einen Führerschein braucht, wäre eine Subvention dieses einfach nur ausgleichende Gerechtigkeit.
Wo sind deine realistischen Lösungen denn, die Menschen außerhalb der Stadt einen Verzicht auf den Individualverkehr ermöglichen würden? Du redest davon, dass man gar nicht mehr Spuren braucht und so einen Quatsch. Das ist ein Stadtproblem, das gibt es ausserhalb der Stadt höchstens auf der Autobahn. Du redest von ÖPNV, den es nicht gibt.
Und auf dem Land hat daher übrigens sowieso jeder einen Führerschein, der ist wie gesagt überlebenswichtig. Durch Subventionierung wird der nur preiswerter, aber dadurch werden es nicht mehr.
Konsequent weitergedacht gilt das für jeden weiteren Ausbau des ÖPNV und Verlagerung des Autoverkehrs in diesen, wie bereits mehrfach von mir dargelegt.
Fakt 2: Niemand wird das Geld in die Hand nehmen, um den ÖPNV auf dem Land auf sinnvolles Niveau auszubauen.
Fakt 2: Es gibt Länder, die haben das Bereits extrem erfolgreich umgesetzt. Bei den Öffis ist das zum Beispiel die Schweiz und Japan, bei genereller Verkehrspolitik ist das z.B. die Niederlande, insbesondere auch auf dem Land und Vorstädten. Auch bei uns gibt es Parteien die das gerne tun würden, z.B. die Grünen oder die Linke.
Jetzt kannst du natürlich sagen, die schaffen das ja nicht, weil Union und SPD an der Macht sind und bald evtl. die AfD, die nach guter asozialer Tradition mit exakt den von dir gebrachten “Argumenten” lieber zum Leid aller aufs Brummbrumm setzen. Und warum sind sie das? Mit unter wegen Leuten wie dir, selbst wenn du sie nicht selbst wählst, weil du ihre Rhetorik unreflektiert teilst.
Was du schreibst ist eine selbsterfüllende Prophezeiung, kein Fakt.
zieh mal eine Woche aufs Land und versuche es mal.
Ich komme vom Land. Und ich würde irgendwann mal gerne wieder aufs Land ziehen. Aber bei der Infrastrukturapokalypse die wir erleben ist mir da die Lebensqualität zu niedrig und ich habe ebenfalls keine Lust vom SUV-Otto der mit 70 durch den Ort brettert beim über die Straße gehen zermalmt zu werden. Ist also auch ein gewisses Eigeninteresse dabei das Land wieder zu einem lebenswerten Ort zu machen.
Und solange man für diesen Individualverkehr einen Führerschein braucht, wäre eine Subvention dieses einfach nur ausgleichende Gerechtigkeit.
Da wie oben geschrieben und belegt das Deutschlandticket sich selbst trägt oder sogar Kosten einspart würde ich gerne jetzt von dir eine ähnliche Betrachtung für den günstigeren Führerschein sehen. Wirst du natürlich nicht liefern können, denn ich kann dir gleich sagen, dass mehr Brummbrumm einfach schlicht mehr Kosten für die Gesellschaft verursachen wird. Mehr Brummbrumm, mehr Verkehr, mehr Gesundheitsschäden, mehr Verletzte, mehr Straßen, mehr Spuren, mehr laufende Kosten, und und und. Es ist also keine ausgleichende Gerechtigkeit, sondern eher das wütende Zertrampeln einer Sandburg weil man nicht zum Kindergeburtstag eingeladen wurde. Aber was erwarte ich…
Du redest davon, dass man gar nicht mehr Spuren braucht und so einen Quatsch. Das ist ein Stadtproblem, das gibt es ausserhalb der Stadt höchstens auf der Autobahn.
Erstens, das ist kein Quatsch, das ist seit langem vielfach wissenschaftlich belegt. Mehr Spuren führen zu mehr Verkehr und sonst nichts (Stichwort: Induced Demand). Es ist reine Geldverschwendung. Und das gilt nicht nur für Autobahnen, sondern für alle neu gebauten Straßen, z.B. Umgehungsstraßen um Durchgangsverkehr aus Dörfern fernzuhalten.
Zweitens, worauf ich eigentlich hinaus will ist die gesamte Kosteneinsparung durch weniger Autoverkehr, unabhängig davon ob auf der Autobahn oder woanders. Denkst du die Landbevölkerung arbeitet geschlossen im gleichen Ort in dem sie Wohnen? Nein, die meisten pendeln, oft über Autobahnen.
Du redest von ÖPNV, den es nicht gibt.
Nein, ich rede von ÖPNV der geschaffen werden muss, zur Not an den reaktionären Betonköpfen vorbei, zu ihrem eigenen Wohl, obwohl sie es nicht sehen, weil sie völlig verstrahlte desozialisierte Autohirne haben.
Ich habe mich mit dem Thema durchaus befasst. Aber ich bevorzuge Realismus über Träumereien. Natürlich wäre es toll, kein Auto mehr brauchen zu müssen, aber mit “ein paar Jahrzehnten” wirst du wohl kaum hinkommen. Selbst wenn die Gesellschaft so ziemlich alles stehen lässt, um nur noch Verkehrswende zu machen.
Reaktionärer Blödsinn. Aber wirst du schon in 10-20 Jahren sehen wenn sich eh keiner mehr ein Auto leisten kann. Dann wären wir froh wenn wir Infrastruktur gebaut hätten. Aber das wird bei dir nicht anders sein als bei den Klimaleugnern… das will dann keiner mehr gewesen sein.
Natürlich wäre es sinnvoll gewesen, vor Jahrzehnten angefangen zu haben. Haben wir aber nicht, und jetzt müssen wir sehen, wie wir die Kuh vom Eis bekommen.
Probleme realistisch anzugehen ist nicht reaktionär. Du jammerst aber nur darüber, dass das, was du dir erhoffst, noch nicht da ist. Wieviel hast du denn zur Realisierung deiner Träume beigetragen? Und rumjammern zählt nicht als Beitrag.
Lies dir unseren Austausch nochmal durch und mach dir Gedanken darüber, wer von uns beiden jammert und wer realistische Lösungen für echte Probleme gegeben hat, insbesondere in Hinblick auf das Thema des Threads und deinen ersten Kommentar bezüglich Deutschlandticket. Es ist dein Problem über das wir hier reden, und mein Vorschlag der funktionieren würde es zu lösen. Mehr Auto auf die Landbevölkerung zu werfen dagegen nicht, das schadet dann allen, aber dir besonders. Mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. 🤷
Fakt 1: Das DE Ticket ist eben nur eine Subvention für Stadtpflanzen, da es ausserhalb der Städte nichts nützt. Es gibt hier quasi keinen ÖPNV.
Fakt 2: Niemand wird das Geld in die Hand nehmen, um den ÖPNV auf dem Land auf sinnvolles Niveau auszubauen.
Daraus folgt, dass außerhalb der Städte Individualverkehr notwendig ist. Wenn du das nicht glaubst, zieh mal eine Woche aufs Land und versuche es mal.
Und solange man für diesen Individualverkehr einen Führerschein braucht, wäre eine Subvention dieses einfach nur ausgleichende Gerechtigkeit.
Wo sind deine realistischen Lösungen denn, die Menschen außerhalb der Stadt einen Verzicht auf den Individualverkehr ermöglichen würden? Du redest davon, dass man gar nicht mehr Spuren braucht und so einen Quatsch. Das ist ein Stadtproblem, das gibt es ausserhalb der Stadt höchstens auf der Autobahn. Du redest von ÖPNV, den es nicht gibt.
Und auf dem Land hat daher übrigens sowieso jeder einen Führerschein, der ist wie gesagt überlebenswichtig. Durch Subventionierung wird der nur preiswerter, aber dadurch werden es nicht mehr.
Fakt 1: Das Deutschlandticket trägt sich quasi selbst oder spart sogar Geld.
Konsequent weitergedacht gilt das für jeden weiteren Ausbau des ÖPNV und Verlagerung des Autoverkehrs in diesen, wie bereits mehrfach von mir dargelegt.
Fakt 2: Es gibt Länder, die haben das Bereits extrem erfolgreich umgesetzt. Bei den Öffis ist das zum Beispiel die Schweiz und Japan, bei genereller Verkehrspolitik ist das z.B. die Niederlande, insbesondere auch auf dem Land und Vorstädten. Auch bei uns gibt es Parteien die das gerne tun würden, z.B. die Grünen oder die Linke.
Jetzt kannst du natürlich sagen, die schaffen das ja nicht, weil Union und SPD an der Macht sind und bald evtl. die AfD, die nach guter asozialer Tradition mit exakt den von dir gebrachten “Argumenten” lieber zum Leid aller aufs Brummbrumm setzen. Und warum sind sie das? Mit unter wegen Leuten wie dir, selbst wenn du sie nicht selbst wählst, weil du ihre Rhetorik unreflektiert teilst.
Was du schreibst ist eine selbsterfüllende Prophezeiung, kein Fakt.
Ich komme vom Land. Und ich würde irgendwann mal gerne wieder aufs Land ziehen. Aber bei der Infrastrukturapokalypse die wir erleben ist mir da die Lebensqualität zu niedrig und ich habe ebenfalls keine Lust vom SUV-Otto der mit 70 durch den Ort brettert beim über die Straße gehen zermalmt zu werden. Ist also auch ein gewisses Eigeninteresse dabei das Land wieder zu einem lebenswerten Ort zu machen.
Da wie oben geschrieben und belegt das Deutschlandticket sich selbst trägt oder sogar Kosten einspart würde ich gerne jetzt von dir eine ähnliche Betrachtung für den günstigeren Führerschein sehen. Wirst du natürlich nicht liefern können, denn ich kann dir gleich sagen, dass mehr Brummbrumm einfach schlicht mehr Kosten für die Gesellschaft verursachen wird. Mehr Brummbrumm, mehr Verkehr, mehr Gesundheitsschäden, mehr Verletzte, mehr Straßen, mehr Spuren, mehr laufende Kosten, und und und. Es ist also keine ausgleichende Gerechtigkeit, sondern eher das wütende Zertrampeln einer Sandburg weil man nicht zum Kindergeburtstag eingeladen wurde. Aber was erwarte ich…
Erstens, das ist kein Quatsch, das ist seit langem vielfach wissenschaftlich belegt. Mehr Spuren führen zu mehr Verkehr und sonst nichts (Stichwort: Induced Demand). Es ist reine Geldverschwendung. Und das gilt nicht nur für Autobahnen, sondern für alle neu gebauten Straßen, z.B. Umgehungsstraßen um Durchgangsverkehr aus Dörfern fernzuhalten.
Zweitens, worauf ich eigentlich hinaus will ist die gesamte Kosteneinsparung durch weniger Autoverkehr, unabhängig davon ob auf der Autobahn oder woanders. Denkst du die Landbevölkerung arbeitet geschlossen im gleichen Ort in dem sie Wohnen? Nein, die meisten pendeln, oft über Autobahnen.
Nein, ich rede von ÖPNV der geschaffen werden muss, zur Not an den reaktionären Betonköpfen vorbei, zu ihrem eigenen Wohl, obwohl sie es nicht sehen, weil sie völlig verstrahlte desozialisierte Autohirne haben.