Überraschend pünktlich betritt die Reisegruppe die Fähre. Dorothea wirkt angespannt. Nicht nur, dass ein großer Teil der Mitreisenden noch weit davon entfernt ist, wirklich abstinent zu leben, sie und Benni tragen auch die Verantwortung dafür, dass alle heil auf der anderen Seite ankommen.
So, meine Lieben… Dorothea wartet, bis die Gruppe halbwegs zuhört. Ich möchte, dass wir als Gruppe zusammenbleiben. Niemand entfernt sich allein und bitte geht auch nicht zu nah an die Reling. Mir ist wichtig, dass während der Überfahrt niemand über Bord geht. Sie hebt eine kleine Tüte an. Falls jemand merkt, dass der Magen sich meldet: Ich habe vorsorglich Spucktüten dabei. Das ist keine Schande, das Meer bewegt sich nun einmal. Und damit die Fahrt nicht zu lang wird, können wir uns auch ein wenig beschäftigen. Vielleicht ein kleines Spiel. Ich sehe was, was du nicht siehst, oder wir versuchen uns an einem Tiereraten. Sie blickt über die Gruppe. Also: zusammenbleiben, frische Luft schnappen und die Überfahrt möglichst entspannt genießen.


Kalle! Komm da sofort weg! Du könntest runter stürzen!
Hömma Doro… komma her…Guck Ma da über datt weite Meer…nix und wieder nix…soweit datt Auge reicht. Is datt nich öde?
Öde? Nein… eigentlich finde ich es sehr schön. Man sieht nichts als die Weite des Meeres. Kein Lärm, keine Häuser, keine Reklame… Das gefällt mir deutlich besser als eine laute, schmutzige Großstadt.
Hömma und irgenswann guckt datt Meer zurück…