Der Jugendclub fühlt sich an diesem Nachmittag an wie eine kleine Reise in die Urzeit, nur freundlicher, bunter und mit deutlich weniger Gefahr für Leib und Leben. Über den Fluren hängen grüne Lianen aus Krepppapier, zwischen ihnen lugen lächelnde Papp-Dinos hervor. Große Dino-Fußspuren führen von Raum zu Raum, als hätte sich gerade erst eine ganze Herde durchs Gebäude geschoben.
Im Hauptraum wartet das Herzstück des Tages: das Buffet. Ganz vorne gibt es knusprige Dino-Nuggets, daneben goldene Ofenkartoffeln mit Kräuterdip und kleine Wraps gefüllt mit Hummus, Salat und buntem Gemüse. In Schalen liegen Dino-Eier aus Falafel, grüne Gurken-Scheiben als Saurier-Zähne und Mini-Spieße mit Tomaten, Trauben und Käse. Dorotheas persönlicher Stolz ist die Pflanzenfresser-Ecke: Brokkoli-Bäumchen, Karotten-Sticks, Paprika-Streifen und ein leuchtend grüner Avocado-Dip, liebevoll dekoriert mit kleinen Dino-Figuren. Daneben stehen selbstgemachte vegane Blätterteig-Taschen mit Spinat und veganem Frischkäse. Und dann kommt der süße Teil der Urzeit: Auf einem separaten Tisch warten Fossilien-Kekse, vegane Schokomuffins mit grüner Dino-Creme, Fruchtgummi-Dinosaurier und kleine Dino-Nester aus Cornflakes und Schokolade. Besonders beliebt ist das Vulkan-Popcorn: leicht rot gefärbt, süß-salzig und überraschend schnell leer. Zu trinken gibt es leuchtend grüne Dschungel-Limo, roten Lava-Saft und gelben Sonnen-Saurus. In den Kannen schwimmen Beeren, Zitronen und frische Minze.
Während im Hauptraum gegessen, gelacht und gequatscht wird, verteilt sich das Dino-Abenteuer durch den ganzen Jugendclub. Im Bewegungsraum wartet der große Dino-Parcours. Turnmatten sind zu Vulkaninseln aufgebaut, Balanciersteine führen über einen Sumpf und durch Kriechtunnel geht es in die Fossilienhöhle. Kinder rennen, rutschen, helfen sich gegenseitig und feiern jeden geschafften Durchgang mit lautem Dino-Gebrüll. Im Kreativraum riecht es nach Salzteig. Hier entstehen Fossilien: Muscheln, kleine Dinofiguren und Steine werden in den Teig gedrückt. Daneben basteln andere Kinder Masken mit Hörnern, Zacken und riesigen Pappzähnen. Immer wieder hallt ein fröhliches “ROOOAAAR!” durch den Flur.
Dorothea wartet, bis sich das Stimmengewirr ein wenig legt. Dann hebt sie ihr Glas, lässt es sanft anklirren und lächelt in die Runde. Meine Lieben… danke, dass ihr heute hier seid. Danke, dass ihr diesen Ort wieder mit Leben, Lachen, Farben und ganz viel Herz füllt. Der Jugendclub war nie nur ein Gebäude. Er war immer das, was ihr daraus macht: ein Ort zum Wachsen, Ausprobieren, Fehler machen, wieder aufstehen und füreinander da sein. Ich bin dankbar für jeden von euch, für eure Offenheit, eure Ideen und euren Mut, gemeinsam neu zu starten. Und ich bin voller Zuversicht, dass wir hier weiterhin einen Raum schaffen, in dem sich Kinder und Jugendliche sicher, gesehen und willkommen fühlen dürfen. Auf unsere Gemeinschaft. Auf neue Wege. Und auf eine Zukunft mit ganz viel Wärme, Respekt und Miteinander. Sie hebt ihr Glas. Schön, dass es euch gibt!


Die ist ganz ok, könnte einen Schuss vertragen er schiebt Nathalie eine Tasse rüber, stellt seine daneben und linst auf die Thermoskanne
Hattest du gestern noch einen schönen Abend? Ich wollte mich entschuldigen das ich so unhöflich war.
Auch wenn es nur Wein ist, gibt Nathalie einen Schuss in den Tee und lächelt Maximilian an. War ganz nett, Niederländer wissen halt wie man feiert. Und du warst nicht unhöflich, du wolltest nur ehrlich sein.
Dann… Dann sollte ich wohl jetzt auch zu dir ehrlich sein. Er überlegt die richtigen Worte zu finden. Also, ich habe mit Luis, Kalle und Dorothea geredet. Alle haben mich zum Nachdenken bewegt. Er nimmt einen großen Schluck Mir fällt es wirklich schwer, aber du könntest meine vegane G3 sein.
Ist das ein Code? Kannst du es mir nicht einfach erklären ― wie als wäre ich ein Schulmädchen? Nathalie macht noch einen Schmollmund dazu, auch wenn sie selbst mir Schuluniform nicht als U21 durchgeht.
Maximilian findet den Schmollmund niedlich. Also. Es gibt Bienchen und Blümchen. Eine Biene ist oft auf der Suche nach unterschiedlichen Blumen. Aber da gibt es auch die Blume die er kennt. Das könntest du sein, ich bin die Biene. Er verkneift sich das bzzzzz ich denke, ich würde das heute als Date betiteln. Wie stehst du dazu?
Also … ich dachte eigentlich, du hättest schon deine Rose gefunden, vor deren Stacheln du nur noch Angst hast? Außerdem, Nathalie nimmt seine Hand, dass ist kein Date, bei einem Date wird man abgeholt, trägt nicht eine Schuluniform und trinkt nicht hochgespritzte Fruchtbowle ― würden wir jetzt noch Tanzen, wäre es eigentlich nur ein Schultanzabend aus der Tertia.
Vielleicht bist du meine Rose? Im gleichen Moment sieht er einen Wink von Rose auf Pflanze auf Gärtnerei auf Anni und kommt kurz ins Stocken. Du hast ja doch eine genaue Vorstellung von einem Date. Wie sieht der weitere Ablauf aus?
Man kann so viel bei einem Date machen und das wichtigste ist dabei: Überraschung! Also … du willst wirklich ein Date mit mir?
Das klingt wie die Frage in den goldenen Käfig.
Ja, ich will. dachte er, dachte er zumindest und spricht es aus.