Ich finde es wirklich furchtbar wie verweichlicht alle geworden sind. Kaum wer arbeitet noch freiwillig. Als ich gestern Milch holen wollte war Emil’s Laden geschlossen. Furchtbar. Und wo soll ich sonst meine Milch herbekommen? Zu Beata kann ich nicht, weil ich so einen Lebensstil, den sie tätigt einfach nicht unterstützen kann.
Wobei zumindest Beatas Tochter scheinbar es besser zu machen versucht. Laut meiner guten Freundin Adelheid, die mir die Tage eine Nachricht geschickt hat, arbeitet diese jetzt beim Kalle auf dem Recyclinghof. Von Kalle fange ich gar nicht erst an. Aber was ich eine absolute Frechheit finde, scheinbar möchte Beata nicht, dass ihre Tochter arbeitet. Zumindest habe ich Karla beobachtet wie sie einer Freundin erzählt hat, dass ihre Mutter sie jetzt sicherlich bestrafen würde. Unmöglich. So kann das Mädchen doch zumindest ihrer Mutter aus den Schulden helfen. Wie kann man mit 30 überhaupt so viele Schulden anhäufen wie Beata? Das ist eine absolute Frechheit.
Liebe Grüße Heidi
Hömma. Datt is n Praktikum…also so für die Schule und so
Also kann ich das besorglos dem Steueramt melden?
Hömma wenne dich lächerlich machen willz kannze datt gerne tun. Schülerpraktika sind steuerrechtlich nich relevant. Und wennet nen Minijob wäre wäre selbs datt scheißegal. Ich weiß garnich Watte dich da einmischen muss.
Hmpfr Heidi macht unzufriedene Geräusche sagt aber nichts mehr
schickt Heidi eine Kopie der Datenschutzgrundverordnung
Was soll das?
Lies das mal. Da steht so bisschen was zum Sammeln und Weitergeben von persönlichen Daten drin…
Als Schorsch gestern schon den dritten scheißarsch drecks Mental-Health-Walk gemacht und 23 Lakritzbonbons krachend und wirklich füllungsgefährdend gefressen hatte, war ihm klar: Er ist über’n Berg. Er KANN nur eine rauchen. Und dann wieder aufhören. Beruhigt von dem Gedanken hatte er Nenna vor die Glotze gesetzt und war zu Emils Laden gestiefelt. Freudig über seinen Erfolg, aufgehört zu haben, hatte er sich schon vorgestellt, wie das leckere Flüppchen sich anfühlen wird. Gerade, als er in seinem Tagtraum beim Ausdrücken angekommen war, stand er vor dem Laden. Die Tür war zu. Was ein Glück.
fuck

