Doch selbst das sei noch zu teuer, findet die demokratische Kongressabgeordnete Maggie Goodlander bei MS NOW. “Das amerikanische Volk sollte keinen einzigen Dollar für die Erschließung von Ölfeldern in Venezuela ausgeben”, so Goodlander. “Wir brauchen Entlastung von den himmelhohen Benzinpreisen, und ich sehe nicht, was dieser Deal dazu in absehbarer Zeit beiträgt.”

Amerikanische Ölkonzerne wie ExxonMobil hatten zuvor abgelehnt, im großen Stil in Venezuela zu investieren - obwohl sie von der Regierung Trump dazu gedrängt wurden.

Mit dieser Variante von “Peak Oil” habe auch ich nicht gerechnet: Die fossilen Energieträger werden weltweit so schnell von Elektroautos, Wärmepumpen, und Solarzellen sowie den immer kostengünstigeren Batterien abgelöst, dass sich Investitionszyklen von 20 Jahren in mühsam, kostspielig und kapitalintensiv zu erschliessende Ölfelder auch für die hartgesottensten Turbokapitalisten nicht mehr lohnen.

Und es wird auch - anders als bei der erst Ölpreis- dann Wirtschaftskrise 2008 - dieser Industrie nicht helfen, die Zinsen niedrig zu halten, denn auch das hilft wieder den Erneuerbaren, die niedrigere Investitionskosten und schnellere Returns haben.

Die Ölindustrie spielt ein Mad Max Endgame, das sie nicht gewinnen kann. Und ein Endgame ist auch, was im nahen und mittleren Osten passiert.

Und Trump kann und tut (wie jeder echte Reaktionär) nichts anderes, als zu versuchen die Uhr zurück zu drehen und den Lauf der Zeit aufzuhalten.

Für unseren Planeten kann man nur hoffen, dass die Ukrainer noch ein paar Pipelines sprengen. Nordstream war ein kleiner Rumms für das Ölgeschäft, aber ein grosser Schritt für die Decarbonisierung Europas.